Giovanni-Prodi-Lehrstuhl in Nichtlinearer Analysis
Seit mehreren Jahren bietet der Deutsche Akademische Austausch-Dienst
(DAAD) ein Programm zur finanziellen Förderung ausländischer Wissenschaftler
für mittel- und langfristige Gastprofessurtätigkeiten an deutschen
Universitäten an. Während es in der Natur der Sache liegt, dass
mathematische Forschung schon immer international war und es mehr denn je ist,
ist die universitäre Lehre in Mathematik oft auf "lokale" Resourcen
und Mittel beschränkt. Das Gastprofessurprogramm des DAAD dient dazu, die
deutschen Hochschulen zu "internationalisieren", die internationale Dimension
der Lehre zu stärken, eine internationale Komponente in den regulären
Lehrbetrieb einzubringen und allgemein das internationale Profil der
Universität zu schärfen. Auf diese Art und Weise sollen Studenten bereits an
ihrer deutschen Heimathochschule eine internationale Lernerfahrung vermittelt
bekommen und sich eine "interkulturelle Kompetenz" aneignen, die sie sonst
nur später erwerben können, wenn sich ihnen die Möglichkeit eines
Auslandsstudiums bietet. Ausführliche Informationen über dieses Programm
findet man auf der Internetseite
http://www.daad.de/hochschulen/internationalisierung/gastdozenten/05065.de.html.
Das Institut für Mathematik der Universität Würzburg freut sich, im Rahmen dieses DAAD-Gastprofessoren-Programms einen Gastlehrstuhl bewilligt bekommen zu haben. Mit Beginn des Sommersemsters 2006 wird dieser Lehrstuhl für eine maximale Förderdauer von vier Jahren eingerichtet; er trägt den Namen
Die Nichtlineare Analysis ist ein relativ neuer Zweig der Analysis, der in den 1960er Jahren mit den bahnbrechenden Arbeiten von M. M. Vajnberg und M. A. Krasnosel'skij in der Sowjetunion sowie von F. E. Browder, R. D. Nussbaum und P. Rabinowitz in den USA begann. Seitdem entwickelte sich dieses Gebiet zu einer immer wichtiger werdenden Disziplin, hauptsächlich wegen seiner zahlreichen Anwendungen in der Physik, Biologie, Chemie, und den Ingenieurswissenschaften. Abgesehen von der Fülle der theoretischen Ergebnisse und wichtigen Anwendungen, die in den letzten Jahrzehnten erzielt wurden, sind auch die Methoden der Nichtlinearen Analysis sehr vielfältig; sie reichen von topologischen Methoden über Monotonietechniken bis zu Variationsmethoden. Während die ersteren, grob gesprochen, in erster Linie in der Sowjetunion und den USA entwickelt wurden, kamen bahnbrechende Beiträge zu letzterer Methode vor allem von der italienischen Schule mit Arbeiten von E. De Giorgi, G. Prodi, A. Ambrosetti und anderen.
Das Institut für Mathematik der Universität Würzburg freut sich, im Rahmen dieses DAAD-Gastprofessoren-Programms einen Gastlehrstuhl bewilligt bekommen zu haben. Mit Beginn des Sommersemsters 2006 wird dieser Lehrstuhl für eine maximale Förderdauer von vier Jahren eingerichtet; er trägt den Namen
Giovanni-Prodi-Lehrstuhl in Nichtlinearer Analysis.
Der Name des neuen DAAD-Lehrstuhls wurde zu Ehren von Giovanni Prodi gewählt, der der "Nestor" der Nichtlinearen Analysis in Italien ist (und übrigens ein Bruder des langjährigen Präsidenten der EU-Kommission Romano Prodi).Die Nichtlineare Analysis ist ein relativ neuer Zweig der Analysis, der in den 1960er Jahren mit den bahnbrechenden Arbeiten von M. M. Vajnberg und M. A. Krasnosel'skij in der Sowjetunion sowie von F. E. Browder, R. D. Nussbaum und P. Rabinowitz in den USA begann. Seitdem entwickelte sich dieses Gebiet zu einer immer wichtiger werdenden Disziplin, hauptsächlich wegen seiner zahlreichen Anwendungen in der Physik, Biologie, Chemie, und den Ingenieurswissenschaften. Abgesehen von der Fülle der theoretischen Ergebnisse und wichtigen Anwendungen, die in den letzten Jahrzehnten erzielt wurden, sind auch die Methoden der Nichtlinearen Analysis sehr vielfältig; sie reichen von topologischen Methoden über Monotonietechniken bis zu Variationsmethoden. Während die ersteren, grob gesprochen, in erster Linie in der Sowjetunion und den USA entwickelt wurden, kamen bahnbrechende Beiträge zu letzterer Methode vor allem von der italienischen Schule mit Arbeiten von E. De Giorgi, G. Prodi, A. Ambrosetti und anderen.


