Gruppen und ihre Darstellungen, Wintersemester
2011/12
Vorlesung: Mo 12:15-13:45, Mi 8:15-9:45, SE 30
Übungen: 2st. nach Vereinbarung
Für eine endliche Gruppe G und einen Körper K
ist eine Darstellung ein Homomorphismus von G nach
GL(V), wobei V ein endlich-dimensionaler Vektorraum
über K ist. Einerseits treten Darstellungen oft auf
natürliche Weise auf, andererseits lassen sich Darstellungen
häufig dazu benutzen, Sätze über abstrakte endliche
Gruppen zu beweisen. Numerische Invarianten der irreduziblen
Darstellungen erlauben es manchmal, Fragen über ansonsten sehr
komplizierte Gruppen zu bearbeiten.
Zwei klassische Beispiele, die wir unter anderem in der Vorlesung behandeln
werden, sind die folgenden beiden Sätze:
- Burnsides paqb-Theorem: Eine endliche
Gruppe, deren Ordnung nur durch zwei Primzahlen teilbar ist, ist
auflösbar.
- Satz von Frobenius über Frobeniusgruppen: Hat jedes Element einer
transitiven endlichen Permutationsgruppe höchstens einen Fixpunkt, dann
bildet die Menge der fixpunktfreien Elemente (zusammen mit dem Einselement)
eine Untergruppe. Hierfür geben wir einen aktuellen Beweis von
Knapp/Schmid, der in Lehrbüchern noch nicht zu finden ist.
Literatur
- M.J. Collins: Representations and Characters of Finite Groups,
1990, Cambr. Univ. Press.
- B. Huppert: Character Theory of Finite Groups, 1998, de Gruyter.
- I. M. Isaacs: Character Theory of Finite Groups, 1976, Academic
Press.
- J.-P. Serre: Linear Representations of Finite Groups, 1977,
Springer.
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