Codes und Gruppen, Sommersemester 2004

Vorlesung: Do 9-11, M HS 5

Die Codierungstheorie fragt nach dichten Kugelpackungen in Vektorräumen über endlichen Körpern. Klassischer ist die Frage nach dichten Kugelpackungen in reellen Räumen. Beide Fragen hängen eng zusammen, und in beiden Fällen liefern die Symmetriegruppen von besonders guten Packungen interessante Beispiele endlicher einfacher Gruppen.
Die endlichen einfachen Gruppen sind seit etwa 1980 bekannt, obwohl an dem mehrere tausend Seiten langen Klassifikationsbeweis auch heute noch geschrieben wird. Es gibt mehrere unendliche Serien: Die zyklischen Gruppen von Primzahlordnung, die alternierenden Gruppen, und die Gruppen vom Lie-Typ. Ausser diesen gibt es noch 26 Beispiele, die sich nicht einordnen lassen, die sporadischen Gruppen. Diese haben teilweise eine reizvolle Struktur, die sich mittels Packungen und endlicher Geometrie besser verstehen lässt.
Das Ziel der Vorlesung ist die Untersuchung dieser Beziehungen zwischen Codes, Gitterpackungen und einigen der sporadischen einfachen Gruppen.

Literatur


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