Ludwig erzählt über sein Studium Mathematical Data Science
Hallo, ich bin Ludwig.
Ich studiere aktuell im 5. Semester Mathematical Data Science an der Uni Würzburg. In diesem Beitrag erzähle ich von meinen bisherigen Erfahrungen und gebe euch einen kleinen Einblick in den noch recht neuen Studiengang.
Warum habe ich mich für Mathematical Data Science entschieden?
Mein Weg in den Studiengang war nicht völlig geradlinig, aber dafür umso bewusster gewählt. Ich habe zunächst an der Uni Würzburg ein naturwissenschaftliches Studium begonnen und auch eine Weile studiert. In dieser Zeit habe ich allerdings gemerkt, dass die Mathematik mich am meisten begeistert. Da Würzburg eine tolle Stadt zum Studieren ist, habe ich mich näher mit den hier angebotenen mathematischen Studiengängen beschäftigt.
Dabei hat mich Mathematical Data Science ganz besonders angesprochen. Mir gefiel, dass die Mathematik im Mittelpunkt steht und man gleichzeitig lernt, wie man mit mathematischen Methoden moderne Themen wie maschinelles Lernen und Datenanalyse verstehen und erklären kann. Auch die kompakte Grösse des Studiengangs hat mich angesprochen. Denn dadurch begegnet man sich unter den Studierenden regelmässig, lernt sich schnell kennen und kann sich gut miteinander vernetzen.
Wie läuft der Einstieg ins Studium ab?
Kurz vor Beginn des ersten Semesters stehen die Vorkurse an. Genau das Richtige, damit man nicht direkt ins kalte Wasser geworfen wird. Im Mathe- und auch im freiwilligen, aber dennoch empfehlenswerten Programmiervorkurs wird man inhaltlich auf die ersten Wochen des Studiums und den Uni-Alltag vorbereitet. Das soll einem den Übergang von der
Schule zur Uni etwas erleichtern. Und keine Sorge, Vorwissen braucht ihr hier nicht.
Zusammen mit den Ersti-Tagen sind das auch super Gelegenheiten, bereits einige Mitstudierende kennzulernen. Mir hat das total geholfen, da ich so schon vor dem Semesterstart eine kleine Gruppe gefunden habe. Das macht den Start ins Studium viel entspannter und nimmt einiges an Aufregung raus.
Was erwartet einen im Studium?
In den ersten beiden Semestern geht es vor allem um die mathematischen Grundlagen. Neben Analysis und Linearer Algebra lernt man dabei, wie man sauber argumentiert, Beweise führt und sich Schritt für Schritt eine mathematische Denkweise aneignet. Parallel dazu gibt es die Einführung in Algorithmen, KI und Data Science. Dort lernt man grundlegende Datenstrukturen und Suchverfahren kennen, übt algorithmisches Denken und bekommt erste Einblicke ins Maschinelle Lernen.
In den folgenden Semestern merkt man schnell, wie wichtig die solide Basis aus den ersten beiden Semestern ist, denn nahezu alle Themen bauen direkt darauf auf. Es fühlt sich an, als hätte man sich einen kleinen Werkzeugkasten zusammengestellt, auf den man ab sofort immer wieder zurückgreifen kann. Im Wahlpflichtbereich bekommt man die Möglichkeit, den Studienverlauf an die eigenen Interessen anzupassen. Hier kann man neue Bereiche der Mathematik und/oder der Informatik kennenlernen oder vertiefen. Eine schöne Abwechslung bieten auch die beiden Labs, in denen man sich intensiv mit einem speziellen Thema beschäftigt und dabei erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten sammelt.
Das Studium ist auf jeden Fall anspruchsvoll und mit viel Arbeit verbunden. Besonders die kontinuierliche Arbeit an den Übungsblättern nimmt viel Zeit in Anspruch und führt nicht selten zu langen Nächten. Aber das lohnt sich! Man merkt, wie man sich stetig verbessert, wie Beweise leichter von der Hand gehen und man komplexe Zusammenhänge plötzlich versteht. Anstatt nur für die nächste Klausur zu lernen, baut man sich nach und nach ein nachhaltiges Verständnis auf, das immer wieder Einsatz findet.
Was ist mein bisheriger Eindruck?
Rückblickend bin ich sehr froh, mich für Mathematical Data Science entschieden zu haben. Besonders gefällt mir, dass ich mich intensiv mit Mathematik beschäftigen kann und zudem die mathematischen Hintergründe von KI und Data Science kennenlerne. So baut man ein grundlegendes Verständnis auf, das über die reine Anwendung hinausgeht.
Ausserdem schätze ich, dass der Studiengang im Wahlpflichtbereich viel Flexibilität bietet. Ganz nach eigenem Interesse kann man Schwerpunkte setzen und ist dadurch später nicht auf einen bestimmten Master festgelegt. So bleibt die Entscheidung offen, ob man sich weiter in Richtung Mathematik, Data Science oder einen anderen Bereich entwickeln möchte. Ich selbst habe mich bisher eher mathematisch orientiert und plane, anschliessend einen Master in Mathematik zu machen.
